Vielfalt der TV-Sender und Meinungsbildung

Dieser kurze Film dokumentiert, wie die gleichgeschalteten verschiedensten TV-Sender in den Vereinigten Staaten einen Bericht beginnen, der für den gehirngewaschenen gutinformierten Bürger immens wichtig ist – es scheint irgendwie um Eiscreme und „Smartphone-Apps“ zu gehen …

Eine andere, ähnlich manipulierende bedeutsame Meldung betraf die Live-Übertragung der Hochzeit eines gleichgeschlechtlichen Paares. Sie wurde folgendermaßen in den kontrollierten vielfältigen Fernsehkanälen der USA verbreitet:

Diese Zusammenfassungen von zentralisierter konkurrierender Berichterstattung stammen von Conan, Team Coco. Da wir vom KFG unsere Hypnosekästen Fernsehgeräte schon vor längerer Zeit aus dem Fenster geworfen haben, können wir natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob sich die Situation im deutschsprachigen Raum und in Europa ähnlich darstellt. Wir wissen aber, daß die Europäer die US-amerikanischen Gepflogenheiten stets kritiklos übernehmen kritisch betrachten – vielleicht hat ja unter unseren Lesern jemand Lust, in dieser Richtung Nachforschungen zu unternehmen?

Dazu hätten wir noch einen interessanten Literaturvorschlag, der diese Thematik im weiteren Sinn behandelt. Es handelt dabei sich um ein Buch eines österreichisch-amerikanischen „Spin-Doctors„, der ganz zufällig ein Neffe Sigmund Freuds war. Edward Bernays, der über die Erfindung des Fernsehens sicher ganz verzückt war, schrieb 1928 sein bekanntestes Werk „Propaganda„. Ansonsten vermied er allerdings diesen schon damals historisch belasteten Begriff und prägte dafür den Decknamen Fachausdruck „Public Relations“. Das Buch diente unter anderem Joseph Göbbels als Vorlage und ist auch für heutige Propagandisten PR-Berater das Standardwerk. Es beginnt mit den folgenden Worten:

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

Ein weiterer, sehr interessanter Auszug aus dem ersten Kapitel der deutschen Übersetzung von „Propaganda“:

„Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie: Wenn viele Menschen möglichst reibungslos in einer Gesellschaft zusammenleben sollen, sind Steuerungsprozesse dieser Art unumgänglich.

Die unsichtbaren Herrscher kennen sich auch untereinander meist nicht mit Namen. Die Mitglieder des Schattenkabinetts regieren uns wegen ihrer angeborenen Führungsqualitäten, ihrer Fähigkeit, der Gesellschaft dringend benötigte Impulse zu geben, und aufgrund der Schlüsselpositionen, die sie in der Gesellschaft einnehmen. Ob es uns gefällt oder nicht, Tatsache ist, dass wir in fast allen Aspekten des täglichen Lebens, ob in Wirtschaft oder Politik, unserem Sozialverhalten oder unseren ethischen Einstellungen, von einer (angesichts von 120 Millionen US-Bürgern) relativ kleinen Gruppe Menschen abhängig sind, die die meisten Abläufe und gesellschaftlichen Dynamiken von Massen verstehen. Sie steuern die öffentliche Meinung, stärken alte gesellschaftliche Kräfte und bedenken neue Wege, um die Welt zusammenzuhalten und zu führen.“

Und dann hätten wir da noch einen sehr erhellenden Artikel, der Bernays Arbeit analysiert und durchaus dazu imstande ist, zahlreiche hypnotisierte medienkonsumierende Otto N.’s zum Nachdenken über Beeinflussung und Meinungsbildung allgemein anzuregen. Der Aufsatz stammt vom amerikanischen Medizinkritiker Tim O’Shea, und wir wollen dessen Lektüre hier abschließend unbedingt empfehlen. Es gibt davon sogar eine deutsche Übersetzung, die wir Kai Hackemesser verdanken: Warum Amerikaner beinahe alles glauben.

Quellen: Team Coco, Wikipedia, Marschs gesammelte Werke

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