Immer absurdere Theaterstückchen der Eliten: Friedensnobelpreis für EU

Alfred Nobel, ein schwedischer Erfinder und Industrieller, verfügte 1895 in seinem Testament, daß der Zinsertrag des von ihm bis zu seinem Tod angehäuften Vermögens jährlich an diejenigen ausgeschüttet werden soll, die „im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“.

Ein Fünftel dieses Betrages, was aktuell der Summe von 930.000 Euro entspricht, entfällt auf die Kategorie „Friedensbemühungen“. Dieser „Friedensnobelpreis“ soll an Personen oder Gruppen ausbezahlt werden, „die am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt haben„.

So weit, so gut – nur ist der gute Nobel bereits 1896 verstorben und würde bei den jüngsten Entscheidungen des norwegischen Komitees für diese Kategorie wahrscheinlich im Grabe rotieren. Eine Verleihung des besagten Friedenspreises an eine Person wie beispielsweise die durchaus ehrwürdige „Mutter Theresa“ 1979 mag ja durchaus noch im Sinne Alfreds gewesen sein.

Zu einer kompletten Farce ist das ganze aber spätestens verkommen, seit solche Massenmörder wie Barry „Barack Obama“ Soetero diese Ehrung erhalten haben. Und als wir lesen mussten, daß in diesem Jahr eine antidemokratische Institution wie die EU diesen Preis bekommen hat, dachten wir zuerst an einen schlechten Scherz – genauso wie der tschechische Präsident Vaclav Klaus.

Allerdings traf uns kurz darauf die Erkenntnis wie ein kalter Waschlappen ins Gesicht, daß es sich dabei eben nicht um Satire handelte und daß dieser ehemals ehrenhafte Preis tatsächlich an diese Marionettentruppe des globalen, militärisch-industriellen Komplexes verliehen wurde. Dieselbe Truppe, die auch die unmenschlichen Angriffskriege der mordlustigen NATO unwidersprochen geschehen läßt und unterstützt.

Uns fehlen dafür ehrlich gesagt die treffenden Worte, deshalb bringen wir hier ein kurzes Interview von „Russia Today“ mit dem Ökonomen und Publizisten Max Keiser. Dessen Ausdrucksweise entspricht zugegebenermaßen zwar nicht immer der feinen englischen Art und wir sind mit ihm auch nicht in allem einer Meinung, aber unserer Ansicht nach trifft er mit seinen markigen Sprüchen oft genau den Punkt.

Das Nobelpreiskomitee hätte mit „Bill Clintons linkem Hoden“ eine legitimere Wahl für den Friedenspreis getroffen als mit der EU, sagte Max Keiser von „Russia Today“. Keiser verurteilte die Preisverleihung als Ehrung für eine Technokratie, die ihre Bürger verarmen läßt, um die monströsen Banken zu füttern.

Russia Today: Die EU hat wegen ihrer Rolle in der Vereinigung des Kontinents gewonnen – aber das in einer Zeit von wachsendem Separatismus und einer kriselnden Wirtschaft, wie erklären Sie das?

Max Keiser: Das ist der Aufstieg der Maschinen. Das ist eine maschinelle Wahl, bei der eine Maschine gewonnen hat. Die EU ist eine Technokratie, die von Maschinen in Vereinigung mit dem Banken-Etablissement regiert wird, um den Wohlstand der EU-Bürger aufzusaugen und nach Brüssel und zu den Bankstern zu transferieren, zur Weltbank, der EU und der Troika. Dies ist der Aufstieg der Maschinen, es ist absurd. Sie hätten den Preis Bill Clintons linkem Hoden verleihen können, das wäre noch legitimer gewesen, als ihn einer technokratischen Monstrosität zu geben.

Das ist vergleichbar damit, den Preis an Frankenstein für die Erschaffung des besten Monsters der letzten 12 Monate zu verleihen. Wie werden sie weitermachen? Wem werden sie den Preis als nächstes geben? Sie werden ihn für gentechnisch verändertes Saatgut in Indien verleihen, wo sich die Bauern zu Tausenden wegen Konzernen wie Monsanto umbringen. Nobelpreiskomitee, übergebt den Preis nächstes Jahr doch an Monsanto! Ich finde, eure Praxis in letzter Zeit, den Preis an Kriegstreiber, Bankster und Konzernfaschisten zu verleihen, ist langsam wirklich beeindruckend.

RT: Wird diese Preisverleihung der Union in irgendeiner Weise zu einem wirtschaftlichen Aufschwung verhelfen und ihr aus dem Loch heraushelfen, in dem sie sich befindet?

MK: Nein, absolut nicht. Sie wollen mittels der EZB eine neue Super-Bank kreieren, und von Brüssel aus einen neuen Schulden-für-Müllwerte-Plan aushecken, die ganzen toxischen Schulden in einer neuen europäischen Super-Zentralbank anhäufen, um den Bürgern noch mehr Sparprogramme aufzuzwingen und ihnen noch mehr Geld abzuluchsen. Die Richtung, in die das ganze geht, ist absolut katastrophal. Ich bin mir sicher, nächstes Jahr wird der Nobelpreis an Christine Lagarde gehen, dafür daß sie nochmals 100 Millionen Menschen in die Armut zwingt und ein paar hundert Leute in den Selbstmord treibt. Laßt uns den Preis an Christine Lagarde verleihen, sie ist eine kriegstreibende, massenmordende Wahnsinnige, geben wir doch ihr den Friedenspreis!

RT: Wie können wir den Friedenspreis mit den Interventionen der EU in Libyen vereinbaren, mit EU-Mitgliedern auf irakischem und afghanischem Boden und der Unterstützung der bewaffneten Opposition in Syrien?

MK: Es gibt in diesem Jahr nur einen Anwärter für den Friedensnobelpreis, und das ist Julian Assange. Der Umstand, daß er diesen Preis nicht erhalten hat, ist ein bleibender Schmutzfleck auf der Weste des Nobelpreis-Komitees. Niemand hat für den Frieden mehr getan als Julian Assange, und er hätte den Preis von diesem Komitee erhalten sollen. Der Fakt, daß sie sich einem Haufen von Maschinen und Technokraten in der EU zugewendet haben, ist wirklich peinlich. Sie sollten sich wieder der Herstellung von Dynamit widmen, womit das Nobelpreis-Komitee auch angefangen hat. Geht zurück zur Dynamitherstellung und vergeßt diesen Friedenspreis einfach. Ihr seid nicht rechtmäßig, ihr seid eine Schande für euch selbst, gebt einfach auf. Bringt euch selbst um für eine Veränderung, anstatt Menschen in Griechenland in den Selbstmord zu treiben!

Quellen und Links:
Wikipedia – Friedensnobelpreis
RT – First the EU, next Frankenstein?
RIA Novosti – Vaclav Klaus: Vergabe von Friedensnobelpreis an EU ein tragischer Fehler

 

Senf dazugeben