Kriegspropaganda im CNN – Ex-Mitarbeiterin sagt die Wahrheit

Amber Lyon ist eine Journalistin, Photographin und Filmemacherin aus Denver im „US-Bundesstaat“ Colorado, dreifache „Emmy“-Preisträgerin und nunmehr ehemalige Reporterin von CNN. Bekannt wurde sie durch ihre Berichte über vorzugsweise genau jene Themen, die ihre Arbeitgeber offensichtlich auftrags- oder anweisungsgemäß unter den Teppich zu kehren hatten.

Dazu zählen ihre Reportagen über unsägliche Menschenrechtsverletzungen in Ländern, in denen solche nach westlichem Dogma nicht existieren dürfen. So wagte sie es, wahrheitsgemäß über die skrupellose Unterdrückung der Proteste am Rande des Formel 1-Elite-Zirkusses im Freundesland Bahrain zu berichten, bei dem am hellichten Tag etliche Demonstranten einfach erschossen wurden.

Lt_Pike_Pepperspraying_Students_UC_DavisIn elitären Kreisen eher unbeliebt macht sie sich auch durch ihre regelmäßige und aktuelle Berichterstattung über die derzeitige Errichtung eines tatsächlich faschistischen Polizeistaates in den USA, mitsamt „NDAA“ und immer mehr ausufernder Gewalt gegen unschuldige Bürger.

Als sie im Juli 2012 von den Demonstrationen gegen Polizeibrutalität im kalifornischen Anaheim berichtete, wurden sie und ihre Kollegen auch prompt von Polizisten beschossen. Diese Tatsache wurde von den Behörden dahingehend verwässert, daß das Reporterteam eben unglücklicherweise „zwischen die Fronten“ geraten sei – wobei aber durchaus anzunehmen ist, daß die dort herrschende bleihaltige Luft vorwiegend auf staatlichen Kugelhagel zurückzuführen war.

Amber Lyon gehört zu den wenigen aufrichtigen Journalisten, die aufgrund ihres nach wie vor vorhandenen Gewissens die alltägliche und beruflich verordnete Propaganda der Massenmedien nicht mehr ertragen können und denen die Verbreitung der Wahrheit wichtiger als die eigene Karriere ist. Heute zählt sie zu den sogenannten „Whistleblowern“ und prangert unverblümt die Lügen und die Kriegstreiberei der konzerndirigierten TV-Sender gegen Länder wie Syrien oder Iran an.

Propaganda_03Diese ständige Manipulation durch die Medien – nicht nur bei CNN, sondern bei allen „großen“ Sendern und Zeitungen auch im deutschen Sprachraum – zeigt beim überwiegenden Großteil der Masse der Konsumsklaven bekanntlich immer noch ihre Wirkung. Diesen Zustand als massenhafte Gehirnwäsche zu bezeichnen, ist also keineswegs eine Übertreibung. Und bei dem Bild rechts handelt es sich nicht um Satire, sondern um die tatsächliche Titelseite der Nürnberger „Abendzeitung“ vom 25. Februar 2012.

Die tagaus, tagein von den gleichgeschalteten, vorgeblich „seriösen“ Berichterstattern vermittelten Klischees und Vorurteile werden unhinterfragt übernommen, die völlig falschen und verzerrten Darstellungen der Situationen in fremden Ländern werden bei Diskussionen und Stammtischgesprächen verteidigt, bei denen die aufmerksameren und kritischeren Beobachter stets in der Minderheit sind.

Wahrheitsliebende Menschen wie Amber Lyon können die tatsächlichen Zustände in unserer Welt fast nur noch über das Internet verbreiten. Nun besteht dieses leider ebenfalls zu über 90% aus Lügen und Desinformation und hat zudem den gravierenden Nachteil, daß man Fakten und Hintergründe selbst recherchieren und mittels Nachdenken herausfiltern muß. Das stellt für heutige, schafartige TV-Konsumenten natürlich eine schier unmögliche Aufgabe dar, und ungewohnte Informationen gelangen erst dann in die abgestumpften Gehirnwindungen, wenn sie über die Mattscheibe der allseits angehimmelten Glotze flimmern.

TV_Brainwash_02Die gute Nachricht ist, daß es sehr wohl auch Fernsehsender gibt, die mit wirklich investigativem Journalismus arbeiten und eine oppositionelle und meist auch objektivere Sicht der Dinge vermitteln. Wiederum eine schlechte Nachricht ist, daß diese in unseren Gefilden seltsamerweise kaum zu empfangen sind, so wurde etwa die Ausstrahlung des aus dem Iran stammenden Senders Press TV in so gut wie allen europäischen Ländern kurzerhand verboten.

Über Satellit und manche Kabelnetze durchaus empfangbar ist aber der russische Sender Russia Today (RT) mit englischsprachigen Sendungen und Serien wie dem Keiser Report, der Julian Assange Show oder The Truthseeker. Unbedingt empfehlenswert ist auch ein Besuch des YouTube-Kanals von RT America „Breaking the Set“ (ja, damit ist das „TV-Set“ in der englischen Sprache gemeint), wo man beispielsweise unter dem lustigen Titel Brainwash Update eine Vielzahl von Informationen erhält, die man bei unseren ach so vielfältigen Sendern garantiert nicht zu sehen bekommt.

Das Nachrichtenstudio von RT in Washington führte kürzlich das folgende Interview mit Amber Lyon, in dem sie darüber berichtet, wie ihre Dokumentationen über die wahren Zustände in Bahrain und anderen Ländern von CNN zensuriert und abgeblockt wurden. Die deutsche Übersetzung davon verdanken wir Antikrieg-TV.

Quellen und Links (englisch):
Wikipedia – Amber Lyon
WordPress-Blog von Amber Lyon
LAWEEKLY – L.A. Journalists Amber Lyon, Tim Pool, Steven Gregory Shot at by Anaheim Police
Netzauftritt von RT
RT America – Breaking The Set

 

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