10-Punkte-Plan zur effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen

Die Eroberung und Unterwerfung eines Planeten funktioniert am besten, wenn das ganze in einer so subversiven Weise geschieht, daß dessen Bewohner davon gar nichts mitbekommen und – noch besser – auch noch aktiv an ihrer totalen Versklavung mitarbeiten. Max von Bock hat dafür einen 10-Punkte-Plan entworfen, nach dessen Befolgung so gut wie nichts mehr schiefgehen kann – vor allem wenn der zu versklavende Planet von lediglich halbintelligenten Lebewesen bewohnt wird. Hier diese unübertroffene Anleitung in Text- und Videoform.


10-punkte-plan-zur-ausbeutung-eines-planetenDas Erobern von fremden Planeten ist grundsätzlich eine einfache Sache. Man fliegt hin und frißt alle auf – oder unterwirft die Bevölkerung und läßt sie für sich arbeiten. Das Unterwerfen, Versklaven der Ureinwohner durch Gewalt, birgt allerdings einige Nachteile:

Die meisten halbintelligenten Kreaturen sind faul und entwickeln auch unter Zwang keine rechte Arbeitsmoral. Außerdem muß man sich ständig mit lästigen Aufständen und Revolten rumplagen, und sieht sich als Zielscheibe allen Hasses.

Hinzu kommt, daß die meisten Lebensformen unterentwickelt sind und kaum Waren und Werte bieten, für die sich die Mühe lohnt. Gerade in der heutigen Zeit sollte man seine Ressourcen effektiver nutzen. Denk an die Zukunft, sieh‘ einen Planeten als Wertanlage. Bringe einen Planeten zum Erblühen, indem du ein Wirtschaftssystem einführst, welches die Bewohner binnen kürzester Zeit abhängig vom Geld macht.

Ist dafür gesorgt, daß sie immer mehr davon brauchen, werden aus nichtsnutzigen Lebensformen arbeitswütige Kreaturen, die die Produktion und Entwicklung ins Unermeßliche steigern. Sie werden so sehr auf ihren eigenen Vorteil bedacht sein, daß sie gar nicht merken, daß eigentlich alles nur zu Deinem Vorteil geschieht. Hast du die Kontrolle über die Gelderschaffung und besitzt einen Großteil des Geldes, werden Sie Dir ihren Planeten und sich selbst ganz freiwillig zu Füßen legen.


Videolink: http://youtu.be/2M3Y_HaST2w

Punkt 1: Die Vorbereitung
Vertrauenerweckendes Aussehen und überzeugendes Auftreten sind das A und O. Benutze Deinen Schlips.

Punkt 2: Das Geld
Der Grundstein unseres Konzepts. Einer halbwegs intelligenten Lebensform zugehörige Wesen neigen dazu, sich ihren Voraussetzungen entsprechend zu spezialisieren – was sie dazu zwingt, Waren und Dienstleistungen untereinander zu tauschen und Handel zu treiben. Von den Problemen, die dieses System mit sich bringt, erlöst Du sie mit der Einführung des Geldes. Lasse sie die Vorteile des Geldes spüren. Es ist ein universeller Wertmesser, leicht zu transportieren, haltbar und ermöglicht dadurch das Aufbewahren von Werten, es macht von akutem Bedarf unabhängig, es ersetzt den direkten Austausch von Waren. Das neue System vereinfacht und beschleunigt den Handel und wird sich so schnell etablieren.

Punkt 3: Die Bank
Das zentrale Machtinstrument. Nun wird für alles Geld benötigt, was wiederum Probleme nach sich zieht. Wer viel hat, fürchtet um sein Vermögen, wer wenig hat, will mehr. Um zu Geld zu kommen, braucht man in den meisten Fällen aber eine wichtige Grundlage: Geld! Und das kann man leihen. Das nennt man dann Kredit. Sie wissen es noch nicht, aber sie brauchen die Bank, sie brauchen jemand, der Geld sicher aufbewahrt und Geld an solche verleiht, die einen Kredit benötigen. Einfacher geht es nicht. Du mußt das Geld nur weitergeben…

Punkt 4: Der Zins
Erhöhe den Druck. Der Zins ist ein einfaches System. Wer Geld verleiht, bekommt mehr wieder. Nimm einen prozentualen Anteil Verleihgebühren für Deine Bemühungen – sie werden das verstehen. Beteilige die anderen in Maßen, damit sie an ihren eigenen Vorteil glauben, und Du bekommst Geld, ohne etwas dafür zu tun, ohne etwas einzusetzen und vor allem – ohne Risiko. Das Beste am Zins aber ist, daß er die faulen Kreaturen dazu bringt, mehr zu arbeiten. Denn, wer Zinsen zahlen muß, braucht mehr Geld – und wer mehr Geld braucht, muß sich mehr anstrengen.
Hierzu ein kleines Beispiel: Auf einem Planeten mit 10 Lebewesen wird Geld in Form von Lederstücken eingeführt. Jeder erhält 10 Stück zu einem Zinssatz von 10 Prozent. Am Ende müssen also 110 Stück zurückgezahlt werden, obwohl es nur 100 gibt – woher kommt der Rest? Einer muß all seine Lederstücke verlieren, damit die anderen genug haben, um die Zinsen zu zahlen. Weil niemand am Ende ohne Geld dastehen möchte, werden sich also alle bemühen, so viel wie möglich zu verdienen. Doch so sehr sich auch alle bemühen, am Ende wird irgendwo Geld fehlen. Und woher bekommt man Geld? – Eben. Der Zins ist Deine wichtigste Waffe. Er zwingt dazu, mehr zu produzieren, mehr zu entwickeln, läßt die anderen eigennützig im Wettbewerb gegeneinander antreten – und Dich als einzigen verdienen. Der Geldbedarf erhöht sich ständig und die Abhängigkeit von Deiner Bank wird immer größer.

Punkt 5: Der Zinseszins
Verzinse die Zinsen. Der Zins hat sie abhängig gemacht – der Zinseszins bricht ihnen das Genick. Warum? Der Betrag, auf den Zinsen gezahlt werden, erhöht sich mit jedem Jahr um die Höhe der Zinsen, wenn er nicht abgetragen wird. Das heißt, auch die Zinsen erhöhen sich mit jedem Jahr, und jeder verzinste Betrag wird immer schneller und schneller anwachsen.
Hierzu ein Beispiel: Hätte man jemandem auf der Erde vor 2000 Jahren einen einzigen Cent geliehen, den mit 5 Prozent verzinst – was ja nun wirklich ein freundliches Angebot ist – hätte der einem bei ausbleibender Rückzahlung nach 15 Jahren schon 2 Cent geschuldet. Nach 30 Jahren schon 4 Cent, nach nur 1450 Jahren allerdings schon eine ganze Erdkugel aus purem Gold. Und heute – wäre der einem schon 286 Milliarden mal seinen Heimatplaneten aus purem Gold schuldig. Das einzige Problem daran ist – sie leben nicht so lange.

Punkt 6: Das Papiergeld
Beginne Dich von realen Werten zu lösen. Für das Hinterlegen von Münzen bei der Bank werden Quittungen ausgestellt – Geldscheine – die einen Anspruch auf die Münzen repräsentieren. Da ein Stück Papier keinen Materialwert mehr hat, ist das Vertrauen darin von großer Wichtigkeit. Überzeuge sie von dem Wert des Papiers. Ab jetzt wird nur noch mit dem Anspruch auf das Gold bezahlt, welches – sich in Deinen Händen befindet.

Punkt 7: Das Buchgeld
Die Befreiung des Geldes. Die finale Form des Geldes ist das Buchgeld. Wenn Geld bei der Bank eingezahlt oder ein Kredit vergeben wird, wird der entsprechende Betrag auf einem Konto gutgeschrieben. Diese Gutschrift repräsentiert den Anspruch auf das Bargeld. In diesem System lassen sich Zahlungen durch Übertragung dieses Anspruchs auf ein anderes Konto erledigen, wie zum Beispiel durch eine Überweisung oder Kreditkartenzahlung. Diese Zahlungsart wird sich auf Grund der Überwindung von Zeit- und Distanzfaktoren sehr schnell durchsetzen, sodaß schon bald kein reales Geld mehr den Besitzer wechselt. Das neue Geld ist jetzt das Buchgeld – völlig frei von Materie, nur noch eine Information.

Punkt 8: Die multiple Geldschöpfung
Es werde Geld. Da das Buchgeld, welches ja eigentlich nur Anspruch auf Bargeld darstellt, so praktisch und schnell ist, wird das eigentliche Bargeld kaum noch benötigt. Wenn es jetzt sowieso nicht mehr abgeholt wird, kannst Du doch den Anspruch darauf gleich mehrmals vergeben! Falls doch noch einmal jemand Bargeld abheben möchte, hältst Du einfach eine kleine Mindestreserve bereit, so zirka 2 bis 10 Prozent sollten reichen. Daraus folgt – bei 10 Prozent Mindestreserve – daß Du aus jedem Geldschein, den Du bekommst, 10 mal soviel Buchgeld machen kannst.

Punkt 9: Das moderne Banksystem
Jemandem wird ein Geldbetrag auf seinem Konto gutgeschrieben, weil er Bargeld einbezahlt hat. Dieses Bargeld wird als Grundlage genommen, um Kredite zu vergeben. Da nur eine Mindestreserve an Bargeld benötigt wird, kann der Anspruch auf dieses mehrmals vergeben werden. Durch die Vergabe der Kredite entsteht hier – Geld, für das die Bank Zinsen erhält. Durch diese Zinsen entsteht der Bedarf an zusätzlichem Geld, welches wiederum durch einen Kredit entsteht, auf den wieder Zinsen gezahlt werden müssen. Das System macht sich hier selbständig. Dein Gewinn, Deine Macht steigern sich immer schneller und schneller. Du nimmst Geld, welches Dir nicht gehört, erschaffst damit Geld, welches nicht existiert – und kassierst für alles Zinsen.

Punkt 10: Inflation und Deflation
Inflation: Wird die Geldmenge im Verhältnis zu Waren und Dienstleistungen zu groß, verliert das Geld seinen Wert, was dazu führt, daß die Preise der Produkte steigen. Verliert das Geld zu stark an Wert, sinkt das allgemeine Vertrauen darin, wodurch es noch mehr an Wert verliert. Die Folge ist eine Flucht in die Güter – das Geldsystem bricht zusammen.
Deflation: Wird die Geldmenge im Verhältnis zu Waren und Dienstleistungen zu gering, steigt der Wert des Geldes und die Preise sinken. Niemand gibt mehr Geld aus als unbedingt nötig, da die Produkte immer billiger werden. Deswegen müssen die Preise noch mehr gesenkt werden. Die Folge ist die Flucht ins Geld, da sein Wert immer weiter steigt. Die Nachfrage nach Waren nimmt immer mehr ab, und damit auch die Produktion – die Wirtschaft bricht zusammen.

Hast du die Richtlinien befolgt, solltest Du jetzt Dein Ziel erreicht haben. Geld regiert die Welt – Du regierst das Geld. Dir gehört der ganze Planet, und keiner hat’s gemerkt. Der Planet hat sich entwickelt, es gibt jetzt viele verwertbare Güter und es werden laufend weitere geschaffen. Mit jedem Tag erhöht sich der Bedarf an neuem Geld, und Du verdienst an jedem Cent. Die Reichen sind glücklich und die Armen zu beschäftigt, um das System zu hinterfragen. Mit jedem Tag erhöht sich der finanzielle Druck auf die Bewohner und treibt sie tiefer in die Abhängigkeit. Du regierst das Geld – und Geld regiert die Welt.


Quelle und Dank: Max von Bock – Visuelle Kommunikation | Max von Bock – YouTube-Kanal

 

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