Die USA und Großbritannien haben sich zu einem Gangster-Staat vereint

Paul Craig Roberts | 21. August 2013

Dees_BlairBushAm 23. Juli habe ich beschrieben, wie die USA die Rolle der (aufgelösten) Sowjetunion übernommen haben und zu einem Unrechtsstaat geworden sind, der die Welt tyrannisiert (siehe hier). Jetzt hat sich meine damalige Behauptung wieder bestätigt – durch zwei Übergriffe Großbritanniens, das sich zu einem Marionettenstaat Washingtons entwickelt hat.

David Miranda, der brasilianische Partner Glenn Greenwalds – des Journalisten, der über die illegalen und verfassungswidrigen Überwachungspraktiken der Nationalen Stasi Agentur / NSA berichtet hat – wurde zweifellos auf Weisung Washingtons von der britischen Marionettenregierung in der internationalen Transitzone eines Londoner Flughafens festgehalten. Obwohl Miranda nicht nach Großbritannien eingereist war, wurde er von den britischen Behörden einfach gekidnappt [s. http://rt.com/op-edge/uk-gay-greenwald-freedom-police-679/]. Die britischen US-Marionetten hielten ihn neun Stunden lang fest und stahlen ihm seinen Computer, seine Handys und seine gesamte elektronische Ausrüstung. Wie ein arroganter US-Offizieller die Medien wissen ließ, wollte man damit „ein Exempel statuieren“.

Sie könnten sich sicher noch daran erinnern, dass Edward Snowden einige Wochen in der internationalen Transitzone des Moskauer Flughafens verbringen musste. Wiederholt forderte der Tyrann Obama den russischen Präsidenten Putin auf, das Völkerrecht zu brechen und Snowden auszuliefern. Anders als die ehemals stolzen und gesetzestreuen Briten hat sich Putin allerdings geweigert, Washingtons Forderung über das Völkerrecht und die Menschenrechte zu stellen.

Der zweite unverschämte Übergriff ereignete sich fast gleichzeitig, als Vertreter britischer Behörden bei der britischen Zeitung The Guardian erschienen und ohne jede gesetzliche Grundlage die Festplatten mehrerer Computer der Zeitung zerstören ließen; damit versuchten sie vergeblich, die Zeitung an der Veröffentlichung weiterer Snowden-Enthüllungen über Verbrechen der (Geheimdienste der) USA und Großbritanniens zu hindern.

Vertreter der Regierungen der USA und Großbritanniens und ihre Speichellecker pflegen häufig vom „Gangster-Staat Russland“ zu reden. Dabei weiß alle Welt, wo die Gangster in Wirklichkeit zu finden sind. Die schlimmsten Verbrecher unserer Zeit sitzen in den Regierungen der USA und Großbritanniens. Sie haben ihre Integrität verloren und sind zu ehr- und gnadenlosen Menschenfeinden geworden. Viele Mitglieder beider Regierungen hätten gut ins stalinistische Russland oder zu Nazi-Deutschland gepasst.

Das ist kaum zu begreifen. Die Freiheit wurde doch in England geboren. Schon im Jahr 1215 trotzte der Adel (in der Magna Carta, s. http://de.wikipedia.org/wiki/Magna_Carta) dem König einige Rechte ab, die allerdings noch nicht für Bauern und Bürger galten. Aber nachdem diese Rechte gesichert waren, wurden bald auch Rechte für die ganze Gesellschaft erstritten. Mit der Verabschiedung der Bill of Rights im Jahr 1689 (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Bill_of_Rights_(England)) war die grundlegende Gesetzgebung abgeschlossen. Der König und seine Regierung waren dem Gesetz unterworfen und stehen seither nicht mehr über dem Recht.

Auch für die Engländer in den 13 Kolonien (in Nordamerika) galten diese Rechte. Weil die Regierung des Königs George den Kolonisten diese Rechte verweigerte, empörten sie sich, und die Vereinigten Staaten wurden geboren. Den Nachkommen dieser Kolonisten in den heutigen USA wurde ihre von der Verfassung garantierten Rechte von einer tyrannischen Regierung wieder weggenommen; sie erhebt heute erneut den Anspruch, über dem Recht zu stehen. Diese unverschämte Behauptung hindert die US-Regierung und ihre Marionetten aber nicht daran, ihre Angriffskriege und Kriegsverbrechen als humanitäre Interventionen zu verkaufen und vorzugeben, man wolle anderen Ländern „Freiheit und Demokratie“ bringen. Wenn Obama und Cameron mit ihren Regierungen vor dem Kriegsverbrechertribunal in Nürnberg stünden, würden alle schuldig gesprochen.

Man muss sich fragen, gibt es in beiden Staaten wirklich genügend Menschen, die so gehirngewaschen sind, dass sie den von den USA und Großbritannien verbreiteten Mythos glauben, „Freiheit und Demokratie“ könnten mit Kriegsverbrechen durchgesetzt werden?

Leider gibt es genügend gehirngewaschene US-Amerikaner, denen eingeredet wurde, dass sie „unentbehrlich“ und „einzigartig“ und deshalb berechtigt sind, der ganzen Welt ihren Willen aufzuzwingen. Es ist kaum zu hoffen, dass die vielen unbedarften US-Amerikaner etwas unternehmen werden, um ihre Freiheit zurückzugewinnen. Es gibt aber einige Anzeichen dafür, dass die Briten, die ihre Freiheit nicht geerbt haben, sondern fünf Jahrhunderte hart dafür kämpfen mussten, das erneut tun werden.

Das britische Home Affairs Committee (der Innenausschuss des britischen Unterhauses, Infos dazu unter http://www.parliament.uk/business/committees/committees-a-z/commons-select/home-affairs-committee/role/) und sein Vorsitzender Keith Vaz haben von Obamas Schoßhund, dem britischen Premierminister Cameron, eine Erklärung (zu den jüngsten Übergriffen) gefordert. Außerdem hat David Anderson, der britische Beauftragte für die Überwachung der Terrorbekämpfung, das britische Innenministerium und die Polizei aufgefordert, sich zu der unberechtigten Anwendung der Antiterror-Gesetze gegen Miranda zu äußern, der weder Terrorist sei, noch irgendwelche Verbindungen zu Terroristen habe.

Auch der Außenminister Brasiliens hat London aufgefordert, zu erklären, warum gegen britisches Recht verstoßen und ein Bürger Brasiliens widerrechtlich festgehalten wurde.

Natürlich weiß jeder, dass der US-Marionettenstaat Großbritannien nur im Auftrag Washingtons das Recht gebrochen hat. Man fragt sich aber, wann die Briten endlich fordern, dass sie wieder ein souveräner Staat sein wollen.

Das Weiße Haus hat zwar eine Beteiligung an dem Übergriff gegen Miranda bestritten, sich aber geweigert, die illegale Aktion seines Marionettenstaates zu verurteilen.

Auch die Einschränkung der Pressefreiheit in Großbritannien wird vom Weißen Haus unterstützt. Bei uns ist sie ja schon eingeschränkt. Der Polizeistaat macht gute Fortschritte. [s. http://www.wnd.com/2013/03/now-big-brother-targets-your-fedex-ups-packages/]

(Luftpost: Wir haben den Artikel, der keines Kommentars bedarf, komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in runden Klammern versehen. Die Links in eckigen Klammern hat der Autor Dr. Paul Craig Roberts selbst eingefügt. Infos über ihn sind nachzulesen unter http://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Craig_Roberts)


Originalartikel: Paul Craig Roberts – Gangster State US/UK
Vielen Dank für die Übersetzung: Luftpost Kaiserslautern

 

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